Informationen für Ärzte

Wir möchten Ihnen kurz die wesentlichen Wirkungen des Sports in der Onkologie näherbringen und auf die wichtigsten Links zu den weiterführenden Seiten des NCT Heidelberg und des DKFZ Heidelberg hinweisen.

„Untersuchungsziele kürzlich abgeschlossener klinischer Studien adressieren

  • den Erhalt und die Verbesserung der Muskelmasse und Kraft
  • die Kardiorespiratorische Kapazität
  • die körperliche Funktionsfähigkeit
  • das allgemeine körperliche Aktivitätsniveau, die Beweglichkeit
  • die Funktionen des Immunsystems
  • das körperliche Bild
  • das psychische Selbstbewusstsein, die allgemeine Stimmungslage und die Lebensqualität

Bei Patienten unter spezifischer Tumortherapie konnten subjektive Nebenwirkungen wie

  • Übelkeit
  • Das Fatique-Syndrom
  • Antriebslosigkeit und
  • Schmerzen in Zusammenhang mit körperlicher Aktivität

deutlich gesenkt werden.“ (Baumann, Jäger, Bloch, „Sport und körperliche Aktivität in der Onkologie, Springer-Verlag 2012).

Alle relevanten Daten, laufende Studien, Forschungsergebnisse bereits abgeschlossener Projekte und Forschungsschwerpunkte können Sie folgenden Seiten des NCT bzw. des Krebsforschungszentrums Heidelberg entnehmen.

https://www.nct-heidelberg.de/das-nct/kernbereiche/medizinische-onkologie/aktivitaeten/onkologische-sport-und-bewegungstherapie.html

https://www.dkfz.de/de/bewegung-praeventionsforschung-krebs/

https://www.dkfz.de/de/bewegung-praeventionsforschung-krebs/arbeitsgr/projekte.html

 

Folgende Phasen wurden wissenschaftlich untersucht:

Prävention: Über 200 große Beobachtungsstudien zeigten insgesamt, dass Menschen, die viel Sport treiben und/oder sich regelmäßig bewegen, seltener an Krebs erkranken, als Personen, die einen körperlich inaktiven Lebensstil führen. Als hinreichend nachgewiesen gilt vor allem der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Darmkrebs, dem am häufigsten diagnostizierten Tumor in Deutschland. Eine Überblicksarbeit über 52 Studien ergab eine durchschnittliche relative Risikoreduktion von 24 Prozent.“ „Als wahrscheinlich wird zudem der Zusammenhang von Sport und Bewegung mit dem Risiko, an Gebärmutter- oder postmenopausalem Brustkrebs zu erkranken, gesehen. Die Größenordnungen der relativen Risikosenkung werden auf 20-30 Prozent geschätzt, ähnlich wie für das Pankreascarcinom.“ (Autoren: Steindorf/Wiskemann)

Pre-Rehabilitation: Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass Training unmittelbar nach der Diagnose die körperlichen Voraussetzungen für nachfolgende medizinische Therapien verbessert.

Rehabilitation: Zur Zeit existieren ca. 170 randomisierte Studien zum Thema Training in der Onkologie. Die Evidenz dieser Studien ist überzeugend und mündet folgerichtig auch in die aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Krebserkrankungen (z.B. Aktualisierung S3 Leitlinien für Mamma-Ca 2017, in der zur Bewegungstherapie angeleitet werden soll).

Wichtige organisatorische Hinweise...